Druckdaten: Datenprüfung
Lesezeit: 6 Minuten Autor: Heike Lübeck Datum:

Datenprüfung: Mensch oder Maschine?

Werbeartikel stellen oft komplexe Anforderungen an Druckdaten. Kann uns die automatisierte Datenprüfung das Leben erleichtern? Wo hilft sie uns? Und wo liegen die Grenzen?

Korrekte Druckdaten zu erstellen, ist selbst für erfahrene Grafik-Designer manchmal gar nicht so einfach. Für den klassischen 4C-Druck funktioniert das häufig recht gut. Er ist durch Flyer, Visitenkarten und Briefpapier gelernt und Standard-Tools wie InDesign nehmen uns einen Teil der (Denk-)Arbeit ab.

Wenn es um die Bedruckung von Werbeartikeln geht, kommen aber häufig andere Druckverfahren ins Spiel. Siebdruck oder Gravur stellen höhere Anforderungen. Damit steigt die Komplexität deutlich an. Und die Bilddatei mit Logo, die doch gerade noch so wunderbar auf der neuen Visitenkarte aussah, funktioniert nun nicht mehr. Das Ergebnis sind häufig nervenaufreibende Korrekturgänge, ein Druckdaten-Hickhack und Abläufe, die Zeit und Kosten fressen.

Die Lösung scheint auf der Hand zu liegen: Nutzen wir doch die Technik mit all ihren Möglichkeiten zur Automatisierung. Und tatsächlich gibt es hier viele Möglichkeiten, die Kunden, Händlern und Produzenten das Leben leichter machen:

Darauf kommt es bei den Druckdaten an

Um herauszufinden, ob eine Druckdatei passt, gibt es 3 Komponenten:

  • das Druckverfahren
  • der zu bedruckende Artikel
  • das Druckmotiv

#1 Das Druckverfahren

Die verschiedenen Arten, Farbe auf einen Untergrund zu bringen, unterscheiden sich handwerklich deutlich voneinander. Ist es ein digitaler 4C-Druck direkt vom Computer auf den Bedruckstoff wie Papier oder Kunststoff? Oder eine Prägung mit einem Prägestempel, der das Motiv mit Hitze und Druck aufbringt, nicht bunt, aber dafür in einer tollen Haptik? Oder ein Tampondruck, bei dem ein Kautschukklischee das Motiv aufnimmt und mit dem sich dann auch gerundete Oberflächen wunderbar bedrucken lassen? Eigentlich logisch, dass es hier verschiedene Vorgaben geben muss. Das gilt für Farben, Schriftgrößen, Linienstärken u.v.m.

Um eine automatische Datenprüfung zu ermöglichen, müssen bei einem größeren Sortiment über mehrere Hersteller hinweg Standards gebildet werden. Alles andere würde jeden Grafiker verwirren und für einen unübersichtlichen Wirrwarr an Vorgaben führen. Der Kommunikations- und Abstimmungsaufwand ist nicht zu unterschätzen, lohnt sich aber in jedem Fall.

#2 Der zu bedruckende Artikel

Ein kleiner Schlüsselanhänger? Oder ein großes Handtuch? Natürlich gibt es hier verschiedene Vorgaben, wie groß die Werbefläche sein muss und was es vielleicht rund um das Produkt sonst noch so zu beachten gibt. Das geht so weit, dass für bestimmte Artikel (z.B. Keramiktassen) nur bestimmte Farben möglich sind. Auch die Platzierung wichtiger Elemente (von der Falzlinie eines Gummibärchen-Tütchens bis zum Platz für die Hersteller-Deklaration bei Kosmetika) muss beachtet werden, damit die eigene Werbung am Ende auch wirklich gut aussieht und wirkt.

Dazu gibt es bei mypromo Datenblätter, die alle wichtigen Angaben speziell für diesen einen Artikel enthalten. Ein Blick dort hinein lohnt sich (und manchmal führt auch gar kein Weg daran vorbei). Mit möglichst wenig Fachchinesisch erklären sie alles Wichtige und Wissenswerte.

#3 Das Druckmotiv

Ein schönes fotorealistisches Bild ist im Siebdruck schlicht nicht möglich. Genauso wie beim Druckverfahren muss mach beim Produkt aufpassen: Wenn du für einen Monatskalender mit Aufhängeöse ein Motiv mit Person wählst, achte darauf, dass auf dem fertigen Kalender keiner ein Loch auf der Stirn hat.

Nicht jedes Motiv eignet sich für jedes Druckverfahren und jedes Produkt, aber (fast) immer findet sich eine perfekte Kombi. Wo du beginnst, ist letztlich dir überlassen. Du hast eine feste Vorstellung von deinem Werbeeindruck? Dann suche dir ein Produkt, mit dem sich dieser Wunsch verwirklichen lässt. In der vielfältigen Werbeartikel-Landschaft findet sich sicherlich etwas Passendes. Oder du hast dein Traum-Produkt schon gefunden, das genau zu deiner Kampagne und deiner Zielgruppe passt? Glückwunsch! Dann gestalte deinen Werbeaufdruck im nächsten Schritt.

Wo hilft eine Automatisierung bei der Prüfung deiner Druckdaten?

Auch auf die Gefahr hin, direkt einige Illusionen zu rauben: Technik kann viel – aber auch nicht alles. Immer dort, wo es um das Abprüfen von Vorgaben geht, sind automatisierte Prozesse wunderbar. Sie prüfen, ob eine Datei die richtige Größe hat, ob die richtigen Farben verwendet werden und ob die Schriften passen. Verwendest du PDF-Dateien geht dies noch besser als bei Bildern (wie JPGs oder TIFFs). Gut gemacht, bleibt die Datenprüfung bei einer bloßen Prüfung nicht stehen, sondern sie verbessert deine Datei auch direkt, sollte dies nötig sein. Ein solcher Workflow optimiert Farben, beseitigt kleine Unschönheiten und kann sogar im Einzelfall bei den Maßen der Datei unterstützend eingreifen.

Bei mypromo erfolgt all dies direkt online. Das heißt, du lädst deine Datei hoch, ein Prozess läuft los (der je nach Aufbau der Datei von einigen Sekunden bis 2 Minuten dauern kann) und im Anschluss erhältst du direkt ein Prüfprotokoll sowie – wenn die Datei verwendbar ist – eine Vorschau.  2 Minuten statt eines langwierigen eMail-Wechsels mit viel Zeitverlust dazwischen. Wir finden’s gut… Ein Punkt für die Maschine also.

Wo kann eine Automatisierung bei der Datenprüfung deiner Druckdaten nicht helfen?

Doch es gibt auch Elemente, bei denen der Mensch mit Grips und Auge unschlagbar ist und auf absehbare Zeit auch bleiben wird. Das ist vor allem immer dann der Fall, wenn Dinge visuell zu kontrollieren sind. Ist das, was da gerade hinter der Lebensmittel-Deklaration verschwindet, nur ein unbedeutender Teil des Hintergrundmotivs? Oder etwa das wichtige Logo? Gefällt die Platzierung auf dem Produkt und passt die Farbe zu deinem Brand? Und nicht zuletzt: Ist alles richtig geschrieben? Oder gibt es einen Fehler im Straßennamen?

Hier bist du gefordert. Dazu benötigt man kein Grafiker-Expertenwissen, aber gesunden Menschenverstand. Du kennst deine Marke, und weißt, welche Vorstellungen du von deinem perfekten Werbeartikel hast. Hier wirst du zum unverzichtbaren Teil der Datenprüfung.

Das Fazit: ein klassisches Unentschieden

Die automatisierte Datenprüfung ermöglicht dir den Fokus auf das, was wichtig für dich ist: deine Arbeit und die Kommunikation deiner Markenvorteile. Und sie erspart dir das Aneignen von Fach-Knowhow. Aber sie entbindet dich aber nicht aus der Verantwortung für deine Werbung. Gefällt dir dein Motiv? Sieht es so aus, wie du es dir wünschst? Diese Fragen kannst nur du selbst beantworten.